Samstag, 14. November 2015

Tag 41 - Schwimmen mit den Galapagos-Schildkröten

Heute stand wieder ein Tagesausflug an, diesmal nach Isabella, die grösste der Galapagos Inseln und eine von den wenigen auf denen Pinguine leben. Diesmal ging es direkt am Hafen von Puerto Ayora aufs Schiff. Es wurde allerdings keine gemütliche Bootstour, eher ein Höllenritt. Der Wellengang war ziemlich stark und mehr als einmal prallten wir mit einer harten Landung aufs Wasser zurück. Dazu schaukelte es extrem von einer Seite zur anderen, kein Wunder das unsere Mägen rebellierten. Wir waren selten so froh eine Schifffahrt überstanden zu haben, und uns grauste bereits vor der Rückfahrt.

So wird man auf Isabella willkommen geheissen

Der Ausflug begann mit einer Fahrt zu einem See, an dem sich Flamingos aufhalten. Danach besuchten wir ein Breading Center, in dem die immer noch bedrohten Schildkröten aufgezogen und Jahre später in die Freiheit entlassen werden. Eine Geduldsprobe wenn man bedenkt, dass sich diese Tiere erst mit 25 Jahren fortpflanzen. Aber wenn man 150 Jahre alt wird hat man ja auch alle Zeit der Welt. 

Mit gemischten Gefühlen stiegen wir ausgerechnet nach dem Lunch wieder auf ein Boot, aber schliesslich wollten wir Pinguine sehen, und das geht am besten vom Wasser aus. Dass wir dann sogar eine Gruppe Pinguine gemischt mit einigen Blaufusstölpeln sahen, entschädigte für alles. 

Bei der anschliessenden Wanderung sahen wir vor allem viele schwarze Meerechsen. Diese gibt es ausschliesslich auf Galapagos, sie können bis 30 Meter tief tauchen und schnauben danach das Salzwasser einfach aus. 

Gut getarnte Meerechsen

Später durften wir in einer Bucht schnorcheln und schwammen tatsächlich mit Schildkröten und einem Rochen! Der absolute Höhepunkt des Tages! Die Rückfahrt war danach der Tiefpunkt, wir waren einfach froh es nach zwei Stunden geschafft zu haben. 

Freitag, 13. November 2015

Tag 40 - Traumstrand à la Galapagos

Wir beschlossen an diesem Tag „unsere“ Insel Santa Cruz auf eine Faust zu erkunden. So nahmen wir ein Taxi in die Highlands, wo es viele Galapagos Riesenschildkröten gibt. Zuerst wanderten wir noch durch einen nahen Lavatunnel der teilweise so tief war, dass wir durchkriechen mussten. An anderen Stellen war er dafür wieder 5m hoch und man konnte die verschiedenen Gesteinsschichten sehr gut erkennen. Anschliessend konnten wir wirklich etwa 20 Riesenschildkröten in freier Natur beim fressen und baden beobachten.

Grössenvergleich mit einem Männchen

Es ist extrem wie viel grösser das Männchen ist als das Weibchen und sie bewegen sich schon sehr, sehr gemächlich. Super diese Riesen mal aus der Nähe zu sehen. Am Nachmittag gingen wir an den schönsten Strand der Insel, welcher den Namen Traumstrand mehr als verdient! Blaugrünes Meer, weisser Sand und schwarze Lavafelsen sind eine Superkombo.


Und es wäre nicht Galapagos wenn nicht noch Rote Klippenkrabben dazukämen und endlich auch grosse Meerechsen. Ich staunte nicht schlecht als ich im Wasser war und plötzlich eine neben mir vorbei schwamm.

Danach sahen wir noch mehrere beim Schwimmen und natürlich ganz viele beim Sonnenbaden. Am Ende des Strandes gab es noch eine ruhigere Lagune wo wir den restlichen Nachmittag verbrachten und es den Echsen gleichtaten. Was für ein perfekter Tag.

Donnerstag, 12. November 2015

Tag 39 - Seelöwen und Blaufusstölpel auf Plaza Sur

Da man ohne Guide auf Galapagos nicht allzu weit kommt ist es sinnvoll, geführte Tagesausflüge zu buchen. Heute wählten wir einen nach Plaza Sur, eine sehr kleine Nachbarinsel von Santa Cruz. Wir haben uns für diesen Ausflug entschieden, um Blaufusstölpel und Seelöwen zu sehen. Nach einer etwa einstündigen Schifffahrt erreichten wir Plaza Sur und wurden bereits von Seelöwen begrüsst. 

Danach folgte eine Wanderung über die Insel, bei der wir viele Echsen, Vögel, Seelöwen und zu Silvanos Freude auch einen einzigen Blaufusstölpel zu Gesicht bekamen. Die Vegetation mit den Opuntien als Kontrast zu den roten Pflanzen und dem blauen Meer war ebenfalls eine Augenweide. In der einen Bucht versammelten sich einige junge sehr verspielte Seelöwen, und eine Mutter passte ganz besonders auf ihren zwei Tage alten Nachwuchs auf. Der Vater wachte vom Meer aus über seine Familie. 


Opuntien


Blaufusstölpel

Seelöwen-Mutter mit Baby

Wieder auf dem Schiff wurden wir kulinarisch verwöhnt. Mit vollem Bauch gings danach zum Schnorcheln, wo wir neben vielen farbigen Fischen sogar eine Schildkröte sahen. Dem Ausflug folgte ein gemütlicher Spätnachmittag am Pool, eine Runde Ping-Pong und ein Abendspaziergang durch die Stadt. 


Mittwoch, 11. November 2015

Tag 38 - Endlich wieder Ferien

Nach dem Abenteuer Mietwagen Ecuador ist es wieder Zeit für etwas Gemütlicheres. Die Reise nach Galapagos verlief dementsprechend vom ganzen Einreiseprozedere abgesehen problemlos und wir durften sogar als Erste aus dem Flugzeug steigen. Danach ging es mit Bus, Schiff und nochmals Bus von Baltra nach Puerto Ayora in unser Hotel und wir bekamen bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das grün-blaue Meer, die Landschaft und die Tierwelt.

Reiseweg Flughafen - Hotel

Am späteren Nachmittag machten wir noch eine kleine Wanderung zur Las Grietas Schlucht wobei wir dafür zuerst mit dem Boot-Taxi auf die andere Seite der Bucht mussten. Diese Taxis kosten 0.80$ pro Person und fahren bis spät in die Nacht. Auf dem Weg zur Schlucht sahen wir schon allerlei Vögel und Meerechsen. Es fällt sofort auf dass die Tiere hier gar keine Angst vor den Menschen haben, selbst den kleinsten Vögeln kann man sich nähern (oder auch umgekehrt) ohne dass sie gleich davon fliegen. Meist schauen sie einen nur neugierig an. Unglaublich schön!

Natürlich konnten wir es auch nicht lassen uns gleich am ersten Strand ins Meer zu stürzen und in der Schlucht das Ganze nochmals zu wiederholen. Am Abend genossen wir es durch Puerto Ayora zu schlendern und die Ferienatmosphäre aufzusaugen.

Las Grietas

Dienstag, 10. November 2015

Tag 37 - The End of the Road

Nach 10 Tagen ging unser Ecuador-Roadtrip bereits wieder zu Ende. Das Auto mussten wir am Flughafen von Guayaquil abgeben. Als wir noch 20 Kilometer von unserem Ziel entfernt waren, machte ich den entscheidenden Fehler. Man nennt es auch „Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben“. Gerade als ich mich gefreut hatte, dass alles reibungslos funktioniert hat, wurden wir von der Polizei angehalten. Zu schnelles Fahren konnte uns nicht vorgeworfen werden, dafür erzählte er uns etwas von es wäre nur 40km/h beim Spurwechsel erlaubt und das koste uns 350 Dollar. Wenn wir direkt bezahlen koste es nur 150 Dollar - ein klassisches Beispiel von Touristen-Abzocke! Darauf gingen wir natürlich nicht ein und nach weiteren Diskussionen durften wir plötzlich doch wieder weiterfahren. Wir sind gespannt ob uns tatsächlich noch ein Bussenzettel ins Haus flattert. Nun wollten wir umso schneller unser Auto abgeben. Dabei machte uns aber die schlechte Beschilderung am Guayaquil-Flughafen ein Strich durch die Rechnung. Die Terminals waren gar nicht angeschrieben, was uns zusätzliche Zeit kostete. Schlussendlich schafften wir es gerade noch rechtzeitig zur Autovermietung, wir waren erleichtert dass wir unseren Kia und uns selbst heil von Quito nach Guayaquil gebracht haben. Da Guayaquil als gefährliche Stadt gilt, verbrachten wir den Nachmittag auf dem Malecon 2000, ein Strandabschnitt mit Restaurants, Parks, Einkaufszentren und vielem mehr. Hier konnten wir unsere Batterien wieder aufladen. 

Quartier Las Peñas




Im Parque Bolivar tummeln sich unzählige Echsen

La Rotonda, Treffpunkt der Befreier Bolívar und San Martín


Montag, 9. November 2015

Tag 36 - Der Zauber vom Cajas Nationalpark

Nach einem schönen Morgenspaziergang durch Cuenca machten wir uns auf den Weg nach Guayaquil und wählten die Route durch den Cajas Nationalpark. Wir erwarteten eine schöne Berglandschaft mit vielen Seen und hofften auf eine „gäbige“ 1-2h Wanderung. Wir wurden fündig und konnten bei wechselhaftem Wetter um den Toreadora See wandern. Die Landschaft war so unbeschreiblich schön, so unglaublich abwechslungsreich und so friedlich dass ich am besten die Bilder sprechen lasse.





Nach dem wir zum Schluss noch kurz verregnet wurden war es Zeit für eine heisse „Schoggi“. An dieser Stelle sei erwähnt dass diese hier Weltklasse ist und es viel mehr Sinn macht so eine zu trinken als den oft mittelmässigen Kaffee. Da der Park sich auf etwa 4000m Metern befindet wurden wir auf der Weiterfahrt mit super Sicht ins Tal und die Wolken unter uns belohnt, auf der kurvenreichen Strasse in den immer tropischeren Küstenbereich Ecuadors.

Sonntag, 8. November 2015

Tag 35 - Ingapirca und Cuenca

Als wir am Morgen das Hotel auf der Suche nach einem guten Kaffee verließen, war Alausi bereits wieder im Festfieber. Für heute war ein Stadtlauf für die Kinder vorgesehen, sogar die Kleinsten mussten unter der prallen Sonne 10 km laufen. Wir fuhren nach Ingapirca weiter, eine Inkastätte in der Nähe von Cuenca. Der Name bedeutet „Steinmauer der Inka“. Auch diese Strecke war landschaftlich wieder sehr reizvoll. In Ingapirca wurden wir von einem englischsprechenden Guide über die Anlage geführt und mit den wichtigsten Informationen versorgt. Es war sehr beeindruckend zu hören, wie die Inkas gelebt haben, wie sie ihre Häuser gebaut haben und was sie bereits alles über die Sonne und den Mond wussten. 

Sonnentempel

Lamas auf der Anlage

Nach der Führung und einer kurzen Wanderung machten wir uns auf den Weg nach Cuenca. Unser Ziel, noch bei Tageslicht anzukommen, schafften wir locker, und so konnten wir die historische Altstadt noch besichtigen. Die Kirchen, insbesondere die sehr eindrückliche Cathedral Nueva gefiel uns ausgesprochen gut. Wir können gut verstehen, warum Cuenca als „schönste Stadt Ecuadors“ gilt, es gibt unzählige Kirchen, die Fassaden sind sehr schön und außerdem ist sie sauberer als andere Städte. 

Kuppeln der Catedral Nueva

Die Kirche Sto Domingo ist nachts schön beleuchtet